Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis)

iStock_000005898342XSmallEin Sinus pilonidalis, auch “Steißbeinabszess” oder “Steißbeinfistel” genannt, tritt häufig bei jungen Männern auf. Es handelt sich um eine schmerzhafte, entzündliche Erkrankung, die unbehandelt chronisch werden kann. Ursache der Erkrankung in der Gesäßfalte sind vermutlich Haare, die in die Epidermis eindringen und dort entzündliche Prozesse verursachen. Eine rechtzeitige Behandlung kann einer Chronifizierung vorbeugen.

Diagnose einer Steißbeinfistel

Die Diagnose eines Sinus pilonidalis gestaltet sich meist recht einfach, da eindeutige Beschwerden auftreten. Man unterscheidet drei Stadien: Die blande oder milde Verlaufsform zeichnet sich durch eine punktförmige Öffnung über dem Kreuz- oder Steißbein auf. Eine Entzündung tritt in diesem Stadium nicht auf. Die akut abszendierende Verlaufsform macht sich durch eine starke Entzündung und Eiterbildung bemerkbar. Schließlich macht sich der chronisch fistelnde Verlauf durch ständiges Nässen ohne Entzündungszeichen bemerkbar, Schmerzen treten hingegen nicht auf. Bei der Diagnose des Sinus pilonidalis wird nach einem Arztgespräch die betroffene Körperregion ohne Zuhilfenahme von Instrumenten untersucht.

Behandlung einer Steißbeinfistel

Die Wahl der Therapie richtet sich nach dem individuellen Befund. Ist die Steißbeinfistel entzündet, muss zunächst die Infektion behandelt werden. Für Behandlung des Sinus pilonidalis sind in der Regel Operationen das Mittel der Wahl. Dabei wird der betroffene Bereich chirurgisch entfernt, wobei eine großzügige Exzision das Risiko eines Rezidivs verringert.

Operative Behandlungen eines Sinus pilonidalis finden ambulant in unserer chirurgischen Praxisklinik in Rottach-Weißach statt. Die Wahl der OP-Methode hängt dabei vom individuellen Befund ab. Der Eingriff dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Bereits 1 bis 2 Stunden nach dem Eingriff können die Patienten nach Hause gehen. Eine aufwändige Nachsorge ist in der Regel nicht erforderlich. Regelmäßige Wundkontrollen und Verbandswechsel sind bis zur Wundheilung durchzuführen. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Tätigkeit 2 bis 3 Wochen.

Risiken und mögliche Nebenwirkungen des Eingriffs

Geringe Risiken sind immer mit einem chirurgischen Eingriff verbunden. Zu den möglichen, unerwünschten Folgen einer Sinus-pilonidalis-OP gehören schmerzhafte Wundheilungsstörungen, Entzündungen oder eine Wiederkehr der Steißbeinfistel. Ein erfahrener Operateur und eine sorgfältige Nachsorge verringern allerdings diese Risiken.

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