Narbenbruch-OP

iStock_000016567501XSmallEin Narbenbruch oder auch Bauchwandbruch ist ein Vorfall, der bei Menschen beider Geschlechter und jeden Alters auftreten kann. Dem Vortreten von Eingeweiden durch die Bauchwand liegt die Überdehnung von Narben zugrunde, die beispielsweise infolge eines Kaiserschnitts oder einer Blinddarm-OP entstanden sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer OP im Bauchbereich ein Narbenbruch auftritt, wird durch bestimmte Risikofaktoren, wie das Heben schwerer Lasten erhöht. Da es ­– wie bei allen anderen Hernien – auch bei Narbenbrüchen zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann, ist besonders bei Schmerzen umgehendes Handeln erforderlich.

Diagnose eines Narbenbruch

Zur Diagnose eines Nabelbruchs finden zunächst ein ausführliches Gespräch sowie eine körperliche Untersuchung statt. Ergänzend können Untersuchungsmethoden wie die Sonographie (Ultraschall) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt werden. Besonders dann, wenn die Eingeweide sich nicht in ihre ursprüngliche Position zurückbringen lassen oder starke Schmerzen auftreten, ist es notwendig, den Narbenbruch schnellstmöglich zu operieren, da es andernfalls zu schwerwiegenden Komplikationen wie einer mangelnden Durchblutung von Darmabschnitten oder einem Darmverschluss kommen kann.

Behandlung eines Narbenbruchs

Zur Behandlung eines Narbenbruchs kommen grundsätzlich nur operative Methoden in Betracht. Nur mit einem chirurgischen Eingriff lässt sich der entstandene Bruch korrigieren und so gefährlichen Komplikationen und, damit einhergehend, einer ausgedehnteren Operation vorbeugen.  Für die operative Behandlung von Narbenbrüchen stehen unterschiedliche OP-Methoden zur Verfügung. Liegt ein größerer Bruch vor, kann ein – in der Regel sehr gut verträgliches – Kunststoffnetz eingesetzt werden, um die Bauchwand zu stärken. Welche OP-Methode angewendet wird, ist immer individuell zu entscheiden.

Operative Behandlungen von Narbenbrüchen finden je nach Ausmaß ambulant in unserer chirurgischen Praxisklinik in Rottach-Weißach statt. Die Wahl der OP-Methode hängt dabei vom individuellen Befund ab. Der Eingriff dauert etwa 45–60 Minuten. Bereits 1 bis 2 Stunden nach dem Eingriff können die Patienten nach Hause gehen. Eine aufwändige Nachsorge ist in der Regel nicht erforderlich, allerdings sollten Patienten sich eine Woche nach dem Eingriff schonen und für eine Dauer von drei Monaten auf das Heben schwerer Lasten und schwere körperliche Belastungen verzichten. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Tätigkeit 2 bis 3 Wochen. Nach frühestens zwei Wochen können leichte Sportarten wieder aufgenommen werden.

Risiken und mögliche Nebenwirkungen des Eingriffs

Geringe Risiken sind immer mit einem chirurgischen Eingriff verbunden. Zu den möglichen, unerwünschten Folgen einer Narbenbruch-OP gehören Wundheilungsstörungen, Entzündungen oder bleibende Missempfindungen. Rezidive treten nur in sehr seltenen Fällen auf.

Haben Sie Fragen zum Thema Narbenbruch oder wünschen Sie einen Beratungstermin in unserer Praxisklinik  in Rottach-Weißach? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns über unser Kontaktformular.


 
Chirurgische Praxisklinik · Friederike Zimmermann - Zamenhofweg 16 - 83700 Rottach-Weißach - Tel: 0 80 22-8 20 50 - Mail: info@chirurgie-rottach.de