Sehnenverletzungen

Sehnen dienen der Verbindung des Skeletts mit den Muskeln. Zu einer Sehnenverletzung kommt es häufig aufgrund einer Fehl- oder Überbelastung eines Gelenks. Meist handelt es sich bei einer Sehnenverletzung um einen Sehnenriss: Der Muskel hat seine Verbindung zum Knochen verloren und kann deshalb seine Funktion nicht mehr ausüben. Neben vollständigen Rupturen einer Sehne kommen auch teilweise Risse vor. Häufig betroffen sind die Achillessehne oder die Bizepssehne. Schmerzen und Schwellungen sowie eine Einschränkung der Funktion der betroffenen Extremität sind charakteristisch für Sehnenrisse. Sofern der Sehnenriss keine Folge einer rheumatischen Erkrankung ist, ermöglicht lediglich ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Sehnenstümpfe zusammengeführt werden, eine vollständige Heilung.


Diagnose einer Sehnenverletzung


Sehnenverletzungen und Sehnenrisse können unterschiedliche Ursachen haben. Sie werden durch eine Überdehnung des betroffenen Gelenks, beispielsweise beim Sport, verursacht. Sehnenverletzungen machen sich durch Schmerzen und Schwellungen bemerkbar sowie durch einen mehr oder weniger starken Funktionsverlust. Bei der Diagnose einer Sehnenverletzung kommen, neben einer Untersuchung ohne Zuhilfenahme von Instrumenten, auch andere Diagnosemaßnahmen in Betracht. Neben Röntgenaufnahmen, die helfen, eine Fraktur auszuschließen, sind dies vor allem Ultraschall und eine Magnetresonanztomographie (MRT).


Behandlung einer Sehnenverletzung


Für die Therapie eines Sehnenrisses ist in den meisten Fällen eine Operation notwendig. Nur so lässt sich die Funktion des betroffenen Muskels wieder herstellen. Bei der OP werden die Enden der gerissenen Sehne wieder zusammengefügt oder diese wieder am Knochen befestigt. Welche OP-Methode dabei Anwendung findet, hängt vor allem vom individuellen Befund ab. Bei einer Operation können gerissene Sehnen je nach Bedarf genäht, erneut am Knochen befestigt oder durch ein körpereigenes Transplantat ersetzt werden.

Operative Behandlungen von Sehnenrissen finden ambulant in unserer chirurgischen Praxisklinik in Rottach-Weißach statt. Die Eingriffsdauer ist je nach Befund und Lokalisation sehr unterschiedlich. Bereits 1 bis 2 Stunden nach dem Eingriff können die Patienten nach Hause gehen. Um die Heilung zu fördern, sollten krankengymnastische Übungen den Heilungsprozess begleiten. Die Arbeitsfähigkeit ist, je nach Befund und Tätigkeit, etwa 6 bis 8 Wochen nach dem Eingriff wieder gegeben.


Risiken und mögliche Nebenwirkungen des Eingriffs


Risiken können auch bei einer Sehnenriss-OP nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zu den möglichen, unerwünschten Folgen gehören Wundheilungsstörungen, Entzündungen oder die Verletzung von Nerven und Gefäßen.

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